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  • Ein freier Kopf (Auszug aus “Börsenerfolg beginnt im Kopf”)

    By Andreas Fritsch | Mai 13, 2012

    “Wir haben bereits kurz über Entscheidungen gesprochen und welche wichtige Rolle dabei “ein klarer Kopf” also Gelassenheit und Konzentration spielen. Wenn Sie Ihre Börsengeschäfte nicht als Job betreiben, gibt es zu Beginn meist zusätzlich berufliche Themen, die Sie stets begleiten. Auch hier müssen Entscheidungen getroffen werden, gibt es Stress mit Kollegen, Vorgesetzten, Mitarbeitern. Es existieren Projekte, Deadlines und andere wichtige Themen. Diese Themen lassen Sie zwar räumlich zurück, wenn Sie zu Hause an Ihrer Handelsplattform sitzen. Innerlich sind diese Angelegenheiten aber stets präsent und reduzieren Ihre Aufmerksamkeit und Wahrnehmungsfähigkeit. Es fällt Ihnen schwer, loszulassen, „den Kopf freizubekommen“, sich wirklich auf das Jetzt und Hier, die exakte Ausführung des Prozesses zu konzentrieren.

    Das führt nun dazu, dass Entscheidungen mit einem “verstopften” Zugang zum Unterbewusstsein getroffen werden. Sie können also viele sehr wichtige  im Unterbewusstsein gespeicherte Informationen nicht abrufen. Das führt wiederum zu zweitbesten Entscheidungen. Sie haben Ihr volles geistiges Potential, das Ihnen aufgrund all Ihrer Erfahrungen und Ihres Wissens zur Verfügung steht, nur unzureichend genutzt.

    Das ist vergleichbar mit einem Zwölfzylinder, der nur auf 6 Töpfen fährt. Er könnte viel mehr, schöpft aber sein Potential nicht voll aus. Interessant an dieser Stelle ist das andere Extrem. Vielleicht haben Sie schon von Situationen gehört, in denen Menschen in scheinbar ausweglosen Situationen “intuitiv” die richtige Entscheidung getroffen haben, die ihnen letztlich das Leben gerettet hat. Sie mögen jetzt sagen: “Da haben wir’s. Auch unter Stress kann man gute Entscheidungen treffen!” Stimmt. Aber wir sind hier am anderen Ende der Skala.

    Wenn es um Leben und Tod geht, sind Menschen oft erstaunlich konzentriert. Vielleicht haben Sie sich in einer gefährlichen Situation im Strassenverkehr im Nachinein schon einmal gewundert. “Da hab ich aber verdammt gut reagiert. Ich weiss gar nicht mehr, wie ich darauf gekommen bin. Aber ich hab’s gemacht!” Im normalen Alltag und im Berufsleben den Kopf nicht freizuhaben entscheidet aber (kurzfristig) nicht notwendigerweise über Leben und Tod. Auf lange Sicht kann es schon einen ganz schönen Unterschied machen, ob wir die richtigen Entscheidungen treffen, die richtige Abzweigung nehmen, die richtigen Dinge tun. Und genau dazu ist es notwendig, einen “klaren Kopf” zu haben. Auch, wenn kein Säbelzahntiger vor der Tür steht und uns kein Geisterfahrer auf der Autobahn entgegenkommt.”

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    Auszug aus “Börsenerfolg beginnt im Kopf”: Wie Entscheidungen getroffen werden!

    By Andreas Fritsch | Mai 10, 2012

     

    “Gute Entscheidungen werden meistens dann getroffen, wenn wir ganz auf das fokussiert sind, was wir tun. Innerlich und äusserlich. Äussere Störungen können wir leicht ausschalten, indem wir uns ein ruhiges Umfeld suchen.  Innere Unruhe, Getriebenheit, Angst und Stress sind Störungen, Saboteure die sich nicht leicht ausschalten lassen.

    Denn all diese beeinflussenden Faktoren werden fast immer von unserem Unterbewusstsein gesteuert, das letztlich nichts weiter ist, als ein riesiger Suppentopf voller Erfahrungen, Erlebnissen, Informationen und Wissen.

    Aus diesem Grund ist der zweite Aspekt für gute Entscheidungen sehr wichtig: Erfahrung. Wenn Sie über einen reichen Erfahrungsschatz verfügen, dann steht Ihnen dieser immer zur Verfügung. Oft ist aber der Zugang zu diesem Schatz durch Stress, Angst oder Mutlosigkeit verschlossen.  Menschen, die über diesen jahrelang erworbenen Erfahrungsschatz verfügen, sind grundsätzlich auch imstande, auf ihn zuzugreifen. Unter bestimmten Voraussetzungen.

    Erfahrung und Fokus

    Ein fokusierter Mensch ist besser imstande, auf seinen im Unterbewusstsein abgespeicherten Erfahrungsschatz zuzugreifen und damit die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dieser Fokus tritt ein, wenn wir uns über das, was wir tun, sehr bewusst sind, einen gesunden Zugang zu unserem Selbstbewusstsein besitzen. Wir wissen also grundsätzlich, dass wir das, was wir da gerade tun, beherrschen, sind uns aber auch darüber im Klaren, dass wir gut aufpassen müssen und nicht übermütig werden dürfen. Wie ein Hubschrauberpilot beim Kunstflug oder ein Extrembergsteiger in der Wand. Wir werden im Laufe des Buches noch sehr häufig auf diesen Fokus zu sprechen kommen und ich werde Ihnen viele einfache aber höchst wirksame Techniken und Methodiken näherbringen, wie Sie selbst Ihren eigenen Fokus verbessern und damit die Qualität Ihrer Entscheidungsfähigkeit deutlich verbessern können.

    Der amerikanische Hirnforscher Michael Gazzania [1] hat z.B. über viele Jahre die Auswirkungen des Unterbewusstseins auf unsere Entscheidungen untersucht. Seine Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Entscheidungen schon 300 Millisekunden, ehe sie bewusst getroffen werden, im Gehirn abzeichnen. Ein Großteil der Arbeit, die das Gehirn leistet, läuft gänzlich unbewusst ab.

    Ein Börsenhändler z.B. sitzt an seinem Bildschirm und liest eine bestimmte Information. Das tut er seit Jahren. Sein Gehirn bekommt also Input und entwickelt daraus in Sekundenbruchteilen eine Hypothese darüber, was diese Informationen bedeuten. Und alle diese Informationen, diese Erfahrungen, die wir neu machen und bereits vor vielen Jahren gemacht haben, verdichten sich über die Zeit zu einem Glauben darüber, wie die Welt funktioniert. Oft denken wir bei solchen Entscheidungen an Intuition. Intuition kann aber nur dann funktionieren, wenn uns die Erfahrungen zur Verfügung stehen.

    Das Verblüffende daran ist, dass das alles automatisch abläuft. Wir haben auf das Ergebnis keinen großen Einfluss. Um nun wirkungsvoll auf die Basis unserer Entscheidungen zugreifen zu können, also einen guten “Zugang” zu unserem Unterbewusstein mit all den dort gelagerten Informationen und Strukturen schaffen zu können, brauchen wir vor allen Dingen eins: ein möglichst grosses Mass an Gelassenheit und einen möglichst konzentrierten Fokus auf das, was wir gerade tun, um unsere einmal gemachten Erfahrungen wirklich nutzen zu können.”



    [1] Michael Gazzaniga: „Who’s in Charge? Free Will and the Science of the Brain“. Ecco, New York

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    Anleger sind auch nur Neandertaler

    By Andreas Fritsch | Mai 10, 2012

    Interview | Sigrid Schamall, 10. Mai 2012 derStandard.at

    Artikelbild

    Neid, Gier, Panik und Rache prägen das Verhalten an der Börse. Wie sich Emotionen auf den Erfolg auswirken, weiß Experte Andreas Fritsch

    80 Prozent der Finanz-Entscheidungen sind emotionsgetrieben. Kein Wunder, dass Stress, Rachegelüste und Ähnliches maßgeblichen Einfluss auf Erfolg oder Misserfolg an den Märkten haben. Mentaltrainer, Wirtschaftscoach und Buchautor Andreas Fritsch spricht im Interview mit derStandard.at von missglückten Anlageversuchen und erklärt, wie man von der Gefühlswelt profitieren kann und was schon unser früher Verwandter aus dem Neandertal instinktiv über die Börse wusste.

    Hier geht’s zum Artikel: “Anleger sind auch nur Neandertaler” (http://derstandard NULL.at/1334796962454/Boersenpsychologie-Anleger-sind-auch-nur-Neandertaler)

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    Methoden von Fragen und ihre Wirkung

    By Andreas Fritsch | Mai 8, 2012

    Im letzten Beitrag zum Thema “Macht der Frage” haben wir Wahrnehmungen und Verarbeitungen von Fragen im Rahmen der unterschiedlichen Nutzung von linker und rechter Gehirnhälfte bei Männern und Frauen besprochen.

    Dazu haben mir Coaches und Führungskräfte nun wiederholt die Frage gestellt: “Muss ich dann nicht auch mit verschiedenen Techniken beim Coachen, Fragen oder beim Mitarbeiter-Entwicklungsgespräch arbeiten?”. Danke für diese Anregungen. Eine klare Antwort: natürlich JA!

    Sehr abhängig von der Typologie des Mitarbeiters /Klienten, den Talenten, Motiven und Antreibern, die seine tägliche Arbeit und seine Leistungsfähigkeit beeinflussen, muss

    Geht es um schnelle, wirkungsvolle Informationsweitergabe, um eilige Entscheidungsprozesse, um “Notfälle” müssen Coach oder Führungskraft geschlossener und direktiver fragen. Geht es um grundsätzliche Prozesse, sind kreative Lösungen gefragt. Weiss der Klient oder Mitarbeiter mehr, als ihm im Augenblick bewusst ist, dienen geschlossene Fragen einer ersten Struktur, muss im nächsten Schritt mit offenen Fragen der kreative Prozess angestossen werden und dienen am Schluss geschlossene Fragen dazu, den Prozess zu beenden, klare Entscheidungen und nächste Schritte herbeizuführen.

    Im Vertrieb oder in Verhandlungen wird aus meiner Erfahrung heute sehr viel mit geschlossenen Fragen gearbeitet. Das hilft natürlich bei simplen Produkten oder Einmalverkäufen. Nachhaltige Kundenbeziehungen (buzz words: Loyalty /Retention / Engagement und Comittment ;)) erreichen wir aber nur dadurch, dass wir den Gesprächspartner durch eigene Denkprozesse und eigene Aktivität einbinden und ihn mit Prozess und Lösung identifizieren.
    Es gibt also keine guten oder schlechte Fragen sondern nur geeignete oder ungeeignete Fragen. Geschlossene Fragen generell zu verteufeln – wie ich es immer wieder bei Coaches verschiedener Denkrichtungen erlebe – ist viel zu kurz gedacht.

    Geht es um klare Strukturierungen komplexer Problemstellungen, kann der Coach / die Führungskraft neben den richtigen Fragen mit strukturierten Hilfsmitteln arbeiten. Diese gehen von Mindmaps über Listen bis hin zu strukturierten schriftlichen Problembeschreibungen oder der schriftlichen Beantwortung spezifischer, klar strukturierter Fragen, die zum Kontext der Situation passen. Das führt dazu, dass logische und strukturierte Denkprozesse beim Gesprächspartner ausgelöst werden und er/sie bei der Lösung des Problems einen besseren Überblick für die nächsten Schritte und für folgende kreative Prozesse bekommt. Methoden, bei denen sehr kreativ gearbeitet wird (bestimmte assoziative Übungen, systemische Aufstellungen, malerische oder graphische Beschreibungen eines Problems und dessen Lösungsprozesses) bringen die rechte Gehirnhälfte in Gang und unterstützen dadurch völlig neue Erkenntnisse, kreative, bislang nicht bedachte Lösungen, die Nutzung völlig neuer Wege.

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    Eine kleine Geschichte zu Motivation und Hintergründen von “Börsenerfolg beginnt im Kopf”

    By Andreas Fritsch | Mai 7, 2012

    “Mentale Stärke für wen?!” Ja genau. Für Börsenhändler! Als ich zusammen mit Thomas Vittner, einem erfolgreichen Trader und Trading Buch Bestsellerautor, mit diesem Buch begonnen habe, war die Welt noch so, wie wir sie kannten: jeder Angestellte, Schüler, Student, Unternehmer, jede Hausfrau und jeder Rentner legte sein Geld unter anderem in Aktien, Anleihen oder Investmentfonds an und freute sich über stattliche Gewinne und eine Aufbesserung des eigenen Einkommens. Aber die Zeiten haben sich geändert.

    Heute muss man schon mutig sein, wenn man seine berufliche Tätigkeit oder sein privates Interesse mit dem Begriff  “Anleger” oder gar “Trader” oder “Börsenhändler” beschreibt. Vorurteile und Nichtwissen schlagen einem entgegen. Da spricht man lieber nicht mehr so offen im Freundes- und Bekanntenkreis über seinen Job oder seine Passion. Und genau das ist die falsche Strategie. Weil sie Prozesse auslöst, die unserem Handeln schaden. Dazu später mehr.

    Wir schreiben dieses Buch daher keinesfalls nur für professionelle Anleger oder Trader. Auch wenn Thomas Vittner ein echter Profi ist, versteht er es, seine Erfahrungen so allgemeinverständlich zu formulieren, dass jeder, der sich mit Geldanlage und Börse befasst, von seinem Wissen profitieren wird. Er öffnet sozusagen seine geheime Schatzkiste und lässt tausende von Menschen – ob Anfänger oder Vollprofis – an seinen Erfahrungen und an seinem Wissen teilhaben. Wissen, das in Seminaren viel Geld kostet aber eigentlich unbezahlbar ist. Wissen, das aus fundierter Erfahrung, jahrelanger Auseinandersetzung mit dem Thema Geld und Börse aber auch unzähligen eigenen Fehlern und dem Umgang mit ihnen erwachsen ist.

    Ich selbst arbeite seit vielen Jahren mit sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten in Einzelcoachings und Trainings. Sehr oft geht es dabei um persönliche Entwicklungs-Strategien, um Wege zum Erfolg genauso wie um Wege aus persönlichen Krisen. Hier dreht sich vieles um Karrieren, um persönliche Weiterentwicklung, um teilweise tiefgreifende Veränderungen im beruflichen aber auch im privaten Bereich.

    All diese Themen laufen letztlich an einem gemeinsamen Punkt zusammen: bei uns selbst. Und damit bei unserer Fähigkeit, Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen, aus Fehlern zu lernen, mit Rückschlägen, Verlusten und Niederlagen umzugehen, eine persönliche Lebens-Balance zu finden und schliesslich an Erfolgen wie an Rückschlägen zu wachsen und uns als Mensch weiterzuentwickeln.  Sehr viele Techniken und Möglichkeiten zu einer persönlichen Balance beschreibe ich hier, weil ich nach zahllosen Gesprächen mit Thomas fest davon überzeugt bin:  Erfolg an der Börse beginnt (und endet!) im Kopf.

    Wir schreiben dieses Buch also auch für Menschen, die an den Börsen dieser Welt arbeiten und dort ihr Geld verdienen. Aber auch für Menschen, die sich Gedanken darüber machen, wie sie heute ihre Geldanlage vernünftig strukturieren und aufstellen können. Für Menschen, die sich selbst darum kümmern (müssen), ihre Rente zu planen und sich nicht mehr nur auf das staatliche System verlassen wollen (und können!). Für Menschen, die unsicher sind, wie sie Entscheidungen treffen sollen, die Rückschläge erlebt haben und diese Entscheidungen immer wieder (unbewusst) vor dem Hintergrund dieser Rückschläge treffen. Für Profis, die ihr Geld mit Geld verdienen. Für Trader, Investoren und Verwalter kleinerer und grosser Vermögen.

    Mentale Stärke bedeutet, Klarheit über persönliches Handeln zu haben. Menschen, die Entscheidungen mit einem hohen Mass an mentaler Stärke treffen, treffen bessere Entscheidungen. Denn solche Menschen treffen ihre Entscheidungen, indem sie Fernwirkungen [1], Nebenwirkungen, mögliche Konsequenzen erkennen und berücksichtigen. Sehr oft tun sie das sogar unbewusst. Menschen, die ihre Entscheidungen getrieben von Angst, Gier, Neid und Rachsucht, von übersteigerter Egozentrik treffen, blenden solche Konsequenzen aus und gehen damit meist in die falsche Richtung. Sehr häufig in eine systembedrohend falsche Richtung.

    Ein wichtiger Grund, warum ich zusammen mit Thomas Vittner dieses Buch geschrieben habe: ich möchte, dass die Welt, in der meine Kinder gross werden, von mental starken Menschen mit ethischen Grundsätzen getragen wird, die mit der Fähigkeit ausgestattet sind, die Konsequenzen ihres Handelns auch auf lange Sicht verantwortungsvoll einschätzen zu können. Angst und Gier sind dafür nicht die richtigen Motivatoren.



    [1] Diesen Begriff prägte Dietrich Dörner in seinem relevanter denn je gewordenen Buch: “Die Logik des Misslingens” (http://astore NULL.amazon NULL.de/arbeitshelden-21/detail/3499615789)

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    “Macht der Frage!” Warum gute Fragen zu Lösungen führen

    By Andreas Fritsch | Mai 6, 2012

     

    Längst gehört es zum Kneipengespräch wie “Männer können nicht zuhören, Frauen nicht einparken”: die Zuständigkeiten unserer beiden Gehirnhälften. Bringen wir einmal beide Wissenswelten zusammen und schauen uns an, warum es so wirksam und hilfreich sein kann, bei der Lösung von Problemen wirklich aktiv zu sprechen und nicht nur im stillen Kämmerlein über möglichen Ansätzen zu brüten. Für Frauen und Männer gleichermassen :-).

    Zunächst ein paar stark vereinfachte Hintergründe fürs gemeinsame Grundverständnis: welche Gehirnhälte tut was?

    Die linke Gehirnhälte: sie steuert die rechte Körperhälfte und ist zuständig für Logik, Fakten, Deduktionen, Analysen, Struktur und Ordnung, Detailwahrnehmungen und sprachliche Funktionen. Die Funktionsweise der linken Gehirnhälfte wird in der Neurologie als sprachlich/rational, analytisch/sequentiell beschrieben.

    Die rechte Gehirnhälfte: sie steuert die linke Körperhälfte. Sie ist zuständig für Kreativität, künstlerische und musische Verarbeitungen, Ideen, Intuitionen, räumliche Wahrnehmungen, das Grosse und Ganze (also Multitasking), visuelle Wahrnehmungen, Vorstellungsvermögen und ganzheitliches Denken. Sie wird daher als bildlich/emotional und ganzheitlich bezeichnet.

    Wenn Männer zuhören, dann ist – so haben es Forscher der Indiana University in Chicago herausgefunden – nur die linke Gerhirnhälfte aktiv. Die Verarbeitung des Gehörten erfolgt also im logischen Bereich. Frauen schalten auch ihre rechte Gehirnhälfte zu, das heisst, dass beim Zuhören bereits mehr Kreativität und Phantasie im Spiel ist.

    Interessanterweise liegt auch das Sprachzentrum bei den allermeisten Menschen in der linken, der logischen Gehirnhälfte. Beide Geschlechter nutzen also beim Zuhören und beim Sprechen ihre linke Gehirnhälfte.

    Das hat Auswirkungen auf unsere Kommunikation und auf die Art und Weise, wie wir komplexere Probleme strukturieren und lösen. Fragen spielen hierbei eine ganz entscheidende Rolle. Und da wir uns nur sehr selten selber gute und reflektierte Fragen stellen können, kommt ein guter Coach ins Spiel.

    Ein wirksamer Coach (oder eine wirksame Führungskraft, die coacht) muss sich also sehr wohl darüber im Klaren sein, dass durch  Fragen bei männlichen Klienten andere Prozesse ausgelöst werden als bei weiblichen Klientinnen. Das bedeutet auch, dass das Fragenstellen sich jeweils unterscheiden muss. Wenn logische Denkprozesse ausgelöst werden, müssen andere Fragen diese Prozesse stützen und kanalisieren, als wenn kreative und möglicherweise sehr weitläufige Denkprozesse beginnen. Aus meiner Erfahrung kommt (erschwerend) hinzu, dass die Männlein-/Weiblein-Theorie leider nicht immer stimmt. Vielmehr hängt die Denkstruktur (und damit der ideale Fragenprozess) sehr stark auch von der Typologie des Menschen ab, der da vor einem sitzt. Idealerweise sollte ein guter Fragensteller diese kennen oder zumindest gut einschätzen können, um wirklich wirksame Fragen zu stellen und durch die Fragen den Klienten oder den Mitarbeiter zu einem guten Ergebnis zu führen.

    Festzuhalten gilt, dass Fragen Denkprozesse auslösen. Wer es als Führungskraft nicht gelernt hat, gute Fragen zu stellen, vergibt unglaubliche Potentiale für Problemlösung und Kreativität. Auch Zuhören gehört dazu, denn nur wer zuhört, bringt den anderen zum Sprechen. Und Sprechen hilft uns mindestens, Probleme zu strukturieren und zu systematisieren. Denn Sprachzentrum und Logik liegen in der linken Gehirnhälfte und Sprechen aktiviert sie.

    Zurück zum neuen Folgeartikel: “Methoden von Fragen und deren Wirkung!”

    (hier zum Seminar: “Macht der Frage” mit Andreas Fritsch)

    Wunderbar beschreibt der amerikanische Comedian Mark Gungor die Unterschiede zwischen dem männlichen und dem weiblichen Gehirn. Viel Spass :-)

     

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    Über “Börsenerfolg beginnt im Kopf”

    By Andreas Fritsch | Mai 4, 2012

    “Noch nie zuvor gab es für Anleger so viele Chancen, aber auch so viele Risiken, so viele Unwägbarkeiten und so viel zu tun!

    Fundiertes Wissen und versierte Technik sind dabei mehr denn je eine absolute Grundvoraussetzung, um sich an den immer schnelleren und immer volatileren Märkten zurechtzufinden. Doch Wissen und Technik allein reichen oftmals nicht aus. Dieses Buch beginnt deshalb dort, wo viele andere Publikationen über die Arbeit mit den Finanzmärkten enden: bei unserem Denken. Denn nicht erst seit den Rekordauflagen zahlreicher Lebensratgeber wissen wir: Erfolg beginnt im Kopf.
    Andreas Fritsch – Unternehmer, Coach und Mentaltrainer – und Thomas Vittner – Trader, Bestseller- autor und Gründer des „trading-netzwerks“ – wollen ihre Leser lehren, wie sie das wirkungsvollste und bei weitem günstigste Werkzeug für ihren Börsen- erfolg einsetzen, das sie haben: ihre mentale Stärke. In einer einzigartigen Mischung aus Profi-Börsen- wissen und mentalen Erfolgskomponenten, die tausendfach von Top-Unternehmern, Spitzensport- lern und anderen erfolgreichen Persönlichkeiten eingesetzt werden, geben Fritsch und Vittner dem Leser ein Werkzeug an die Hand, das systematisch, planvoll und strukturiert zu mehr Börsenerfolg führt.”

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    “Anleger entspannt Euch!”

    By Andreas Fritsch | Mai 2, 2012

     

    Jessica Schwarzer – Redakteurin des Handelsblattes – schreibt dort regelmässig über Börsenweisheiten. In ihrem Artikel vom 02.05.2012 – “Zeit der Börse den Rücken zu kehren?” – beleuchtet sie die Börsenweisheit “Sell in May…!” und lässt Andreas Fritsch in einem Interview zu Wort kommen: “Anleger entspannt Euch!” (http://www NULL.handelsblatt NULL.com/finanzen/boerse-maerkte/anlagestrategie/boersenpsychologie-anleger-entspannt-euch/6578680 NULL.html) Viel Spass beim Lesen.

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    “Börsenerfolg beginnt im Kopf”

    By Andreas Fritsch | Mai 1, 2012

    Nach einiger Zeit der Arbeitshelden-Abstinenz und Konzentration auf unser Buchprojekt “Börsenerfolg beginnt im Kopf” melde ich mich zurück zum Arbeitshelden-Dienst ;-).

    Thomas Vittner und ich haben die letzten Monate sehr intensiv daran gearbeitet, unser gemeinsames Projekt zu vollenden und unserem Verlag – dem Börsenbuchverlag  – rechtzeitig das Manuskript zum Lektorat und zur grafischen Überarbeitung zu überlassen.

    Das haben wir nun geschafft und freuen uns darauf, dass wir mit diesem spannenden Buch ab Juli in den Regalen des Handels stehen werden. Bei Amazon (http://astore NULL.amazon NULL.de/arbeitshelden-21/detail/3864700086) sind wir bereits gelistet, d.h. Ihr könnt Euch schon mal ein Exemplar reservieren ;-).

    Bereits vor Jahren haben Thomas und ich uns in vielen Fachsimpeleien über Erfolgsfaktoren von Börsianern unterhalten. Die Frage für uns war dabei: gibt es ein Erfolgs-Gen? Was macht Anleger erfolgreich, was lässt andere scheitern? Die spannenden Perspektiven von Thomas aus Sicht eines Profi-Traders haben dazu geführt, dass wir vom Fachsimpeln zum Machen übergegangen sind und damit begonnen haben, unsere wichtigsten Erkenntnisse zwischen zwei Buchdeckel zu bringen.

    Im Verlauf der letzten Krise(n) haben wir erkannt, dass unsere Arbeit immer wertvoller und wichtiger wird – und das nicht nur für Börsenprofis sondern wirklich für jedermann. Deswegen sind wir froh und stolz, Euch recht bald an den Ergebnissen unseres fast zweijährigen Schaffensprozesses teilhaben lassen zu können.

    Ich werde künftig immer wieder Auszüge aus unserem Buch auf den Arbeitshelden präsentieren, dass Ihr auch auf diesem Wege mehr darüber erfahrt, was mentale Stärke, Resilienz, Ruhe und Gelassenheit, Entspannung und FLOW mit Erfolgen an der Börse oder der Planung der eigenen Finanzen zu tun hat.

    Viel Spass beim Lesen und Entwickeln!

     

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    Leadership: was die Generation Y darüber denkt…

    By Andreas Fritsch | März 21, 2011

    Führungskräfte aufgepasst: das denkt der Nachwuchs über Leadership!

    Was eine 21-jährige Studentin aus Brighton spontan auf meine Frage per mail antwortet: “Was verstehst Du eigentlich unter Leadership? Wie definierst Du einen Leader?”

    “Ich finde, ein Leader ist innovativ und hat eine Vision. Aber die drückt er seinen Mitarbeitern nicht auf, sondern lebt sie so, dass alle anderen fasziniert von sind. Ausserdem finde ich, dass ein Leader einem ein Gefühl von Sicherheit vermittelt, also auf einer etwas überlegenderen Ebene ist, sich aber gleichzeitig auf einer persönlichen Ebene mit allen anderen bewegen kann, nicht herablassend ist, sondern viel Einfühlungsvermögen mit sich bringt.

    Ausserdem weiss ein Leader, was er kann und wozu seine Leute fähig sind, er vertraut in das Können seiner Leute und bringt sie über ihre Grenzen hinaus, dass sie Großes vollbringen können. Mit diesem Vertrauen kann ein Leader dann meiner Meinung nach Neues wagen (schmeisst aber niemanden einfach ins kalte Wasser, sondern wärmt das Wasser an und schwimmt vorneweg).

    Hmmm…. was fällt mir noch ein? Ich finde, dass nicht jeder Manager ein Leader ist, und dass Leader etwas besonderes sind. Man kann vertrauen und kommunizieren mit einem Leader.

    Ein Leader ist ein Leitbild für alle in einem Unternehmen, der Kopf auf den man stolz ist, und wegen dem man stolz ist, im Unternehmen zu arbeiten. Und er ist durchweg echt.

    Das alles führt dann zu wirtschaftlichem Erfolg. Nicht zu vergessen natürlich, dass ein Leader meiner Meinung nach kein Spezialist ist, sondern eher Generalist, weiss aber, worauf er sich konzentrieren muss.
    … so seh ich das in kurzen Worten… “:)

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